Fast 70% der Investoren planen trotz Finanzkrise Erhöhung ihrer Immobilien-Investitionen in Deutschland
Immobilien-Investoren wollen im Jahr 2008 mehr Geld in Deutschland investieren. Fast 70% beabsichtigen, ihre Immobilien-Investments im Jahr 2008 auszuweiten. 23% planen, die Höhe ihrer Investitionen konstant zu halten und nur rund 9% möchten weniger in deutsche Immobilien investieren als im Vorjahr. Zu diesen Ergebnissen kommt das aktuelle Investmentbarometer von Estavis, für das sowohl deutsche institutionelle Anleger als auch Investoren aus den Vereinigten Staaten, Großbritannien und Skandinavien befragt wurden.
Bei opportunistischen Objekten erwarten gut 20% der Investoren eine Rendite von mindestens 7,5%. Bei Core-Plus-Immobilien geben zwei Drittel eine Rendite von 5,5 bis 7,5% an und im Value-Added-Bereich liegt die erwartete Rendite bei gut 70% der Befragten zwischen 6 und 7,5%.
Als besonders attraktiv werden von den Befragten Gewerbeimmobilien eingeschätzt. Rund 70% geben an, den Schwerpunkt ihrer Investitionstätigkeit auf diese Asset-Klasse legen zu wollen. Bevorzugt werden neben Investments in Hotels, Logistik- und Büroimmobilien vor allem Einzelhandelsimmobilien, wobei insbesondere Einzelhandelsobjekte in Fußgängerzonen sowie Fachmärkte auf ein großes Interesse bei den Investoren stoßen. Keinen großen Anklang bei den Investoren finden dagegen Wohnimmobilien. Lediglich rund 9% beabsichtigen, in Gebäude zu investieren, die mehrheitlich zu Wohnzwecken genutzt werden.
Mit 42% geben fast die Hälfte der befragten Unternehmen an, für die Finanzierung ihrer Investitionen einen höheren Eigenkapitalanteil zu benötigen als noch vor der Kreditmarktkrise. 27% waren durch die Finanzkrise gezwungen, Investitionen zurückzustellen. Bei 23% hat sich die Subprime-Krise nicht auf die Geschäftstätigkeit ausgewirkt.
Hinsichtlich des bevorzugten Standorts werden von mehr als der Hälfte der Befragten Großstädte genannt. 37% der Investoren legen ihren Investitionsfokus auf Städte ab 500.000 Einwohnern. Für 19% liegt die Untergrenze für ein Investment sogar bei einer Million. Zu den bevorzugten Regionen zählen Süd- und Westdeutschland. Weit vorne in der Investorengunst stehen die wirtschaftlich prosperierenden Städte Hamburg, Köln, Düsseldorf und München. Regionen mit sinkenden Bevölkerungszahlen stoßen dagegen auf wenig Interesse. Immerhin 19% halten Berlin für einen attraktiven Investitionsstandort, was auch mit den nach wie vor niedrigen Kaufpreisen in der Hauptstadt zusammenhängen dürfte.
Download
Ergebnisauswertung für Januar 2008 [PDF]
Pressemitteilung zum Investmentbarometer im Januar 2008 [PDF]


